Abb.: Franziska Maderthaner, Smile, Öl und Acryl auf Leinen, 200 x 180 cm, 2021_

Die Ausstellung läuft vom 30. Juli – 10. September 2022 in der Galerie Trapp.

Franziska Maderthaner steht als Malerin seit den 1980er-Jahren auch zum Gegenständlichen und hat die dafür notwendigen Techniken wie kaum jemand verinnerlicht und perfektioniert. Durch kontrollierte doch intuitiv gelenkte Schüttungen auf Leinwände entstehen abstrakte Assoziationsräume, aus denen heraus sie ihre figurativen Motive entwickelt. Maderthaner liebt das Leichte, Fluide und Zufällige in der Malerei. Sie scheut weder die große Geste noch den barocken Überschwang, den Einsatz von digitalen Medien oder den Vergleich mit den von ihr reichlich zitierten Werken der Kunstgeschichte.

Für die Ausstellung „Country Punk“ in der Galerie Trapp zeigt Maderthaner Bilder, die in den letzten 2 Jahren in ihrem Atelier im Waldviertel entstanden sind. Die erzwungene Eremitage haben sie den Blick auf ihr allernächstes Umfeld werfen lassen. Blumen, Holzscheite, Tiere und im Netz recherchierte Autofriedhöfe, die von der Natur überwuchert werden. Aus den breiten Pinselstrichen ihrer abstrakten Schüttungen entwickelt sie ‚Überraschungen‘, die dann z.B. in die feinen Faserungen eines Holzscheits oder der Struktur einer blühenden Tulpe führen und schwebende Kompositionen bilden. Dass sich die Natur im Laufe der Zeit ihren Raum zurückerobert, liefert poetische wie zivilisationskritische Bilder. Die Natur und ihre wuchernde Wildheit, das Tiersein in unberechenbarer Umgebung, das ist Country Punk.