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Führung durch die Ausstellung Ian Davenport. COLOUR EXPLOSION
Mit Martina Pohn, Leiterin Galerie HAAS & GSCHWANDTNER, Salzburg
Max. 15 Personen, Anmeldung unter: gallery@hg-art.at

Zum ersten Mal seit 2013 zeigt der Britische Ausnahmekünstler Ian Davenport eine Auswahl an frühen Arbeiten aus seinem persönlichen Archiv und neueste Drucke in der Einzelausstellung COLOUR EXPLOSION. Vier seiner typischen Malereien aus den Jahren 1996 bis 2001, sowie die jüngste Serie Four Seasons (2020), die eine neue Entwicklung und eine bedeutende Abweichung von den berühmten „Puddle- Paintings“ markieren, werden auf knapp 200 m2 in der Salzburger Galerie HAAS & GSCHWANDTNER ausgestellt.

„Ian Davenport ist bekannt für seine minimalistisch-ästhetische Formensprache. Zu Ikonen sind seine sogenannten „Puddle-Paintings“ (dt. „Pfützenbilder“) geworden, deren Farben im unteren Bildrand zu Pfützen zusammenfließen, und das nicht erst nach der Bespielung des Swatch-Pavillons 2017 auf der 57. Biennale di Venezia. Wir freuen uns über dieses Highlight im Salzburger Festspielsommer 2021“, so Christian Gschwandtner und Christoph Haas, die beiden Galerieinhaber. „Die Technik der Pfützen-Bilder ermöglicht mir eine präzise Kontrolle der Flüssigkeit“, erklärt Davenport in einem Interview im Sommer 2013 in Salzburg. Spricht der international anerkannte Künstler heute selbst über seine Werke, so geht es ihm vor allem um die technischen Herausforderungen, hat er sich in den letzten Jahren doch auch auf die Techniken der Radierung und des Siebdruckes konzentriert.

Davenport nahm schon im Jahr seines Studienabschlusses, 1988, am renommierten Goldsmiths College, an der retrospektiv vielbeachteten Ausstellung Freeze teil. Die vom internationalen Kunststar Damien Hirst kuratierte Schau ging in die Kunstgeschichte ein: Die Young British Artists wurden zum ersten Mal präsentiert. Danach ging es mit Davenports Karriere steil bergauf. 1991 wurde er für den renommierten Turner-Prize nominiert, 2003 fertigte er ein dreizehn Meter hohes „Puddle-Painting“ für die Days like These-Ausstellung in der Tate Britain.

Rund 40 Werke werden in der Salzburger Ausstellung gezeigt. Darunter auch vier rare Acrylmalereien auf Papier aus dem persönlichen Archiv des Künstlers, entstanden in den Jahren 1996 bis 2001, sowie neueste Radierungen und Siebdrucke. Martina Pohn, Leiterin der Galerie: „Seine frühen Arbeiten sind Illusionen der Gleichzeitigkeit, sie sind augenblickliche Empfindungen, die dann einer näheren Betrachtung weichen. Erst dann verstehen wir Davenports präzises Malen, Zeichnen, Drucken. Er navigiert, kontrolliert und steuert Farbe.“ Davenport ist ein Künstler der untersucht und viel Wert auf Erfahrung legt. Seine Drucke und Papierarbeiten weisen eine hohe Licht- und Farbintensität auf. Die Produktion von Radierungen und Siebdrucken bringt eine Vielseitigkeit mit sich. Sie geht schnell und unterschiedlichste Variationen, in der Farbgebung oder in der Wahl des Papieres können umgesetzt werden. Farben und Farbzusammenstellungen dominieren Davenports Kunstwerke, ob gigantische Farbsäulen, die mit dem Boden verschmelzen, wie in seinen Puddle-Paintings, oder die großen Kontraste der einzelnen Farbstreifen seiner Drucke lassen viel Raum für Betrachter_innen. Inspiriert durch Licht und Farben der Jahreszeiten und alltäglicher Lichteffekte sind 2020 eindrucksvolle abstrakte Monoprints und Radierungen entstanden, u.a. seine aktuellste Serie The Four Seasons (Spring, Summer, Autumn, Winter), die in der Ausstellung COLOUR EXPLOSION bis zum 14. August 2021 zu sehen sind.

Biografie

Ian Davenport wurde 1966 in Sidcup in der englischen Grafschaft Kent geboren. Er studierte Kunst am Northwich College of Art and Design und machte 1988 seinen Abschluss am Goldsmith College der University of London. Im selben Jahr nahm er an der Kunstausstellung Freeze in den Londoner Docklands teil, die von Damien Hirst kuratiert wurde. 1991 wurde Davenport für den renommierten Turner Prize nominiert. Das Markenzeichen von Ian Davenport sind seine weltbekannten „Puddle-Paintings“ (dt. „Pfützenbilder“). Davenports Werke wurden in wichtigen zeitgenössischen Museen und Galerien präsentiert, darunter u. a. die Tate Britain in London, die Paul Kasmin Gallery in New York oder die Art Plural Gallery in Singapur sowie auf der 57. Biennale di Venezia. In den letzten Jahren haben seine Bilder enorme Wertsteigerungen erzielt – für Großformate werden mittlerweile Verkaufspreise von bis zu 80.000 Euro gezahlt.

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