Foto: Iv Toshain Love, 2020 Steel, neon light 47 x 300 x 10 cm_

Die Ausstellung läuft ab 23. Juli im MAM Sculpture Garden & Gallery House.

„My One and Only“, kuratiert von Stephan Stoyanov, rückt die Liebe in all ihren Facetten in den Fokus der diesjährigen Festspielausstellung im Galeriehaus von Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg.

Kunst und Liebe sind sich überaus ähnlich – sie berühren unmittelbar, aber doch sind sie zugleich schwer kontrollierbar und kaum in Worte zu fassen. Wie Erich Fried bereits erkannte: „Es ist was es ist – sagt die Liebe“ – und ebenso ist es mit der Kunst, die sich nicht bändigen lässt und eine Vielzahl von Emotionen in den Betrachtenden auszulösen vermag. Diese Unmittelbarkeit und Unabhängigkeit – ja Unbändigkeit – inspirierte Stephan Stoyanov, sich der Liebe als Thema in der zeitgenössischen Kunst zuzuwenden und er versammelt Werke von zahlreichen internationalen KünstlerInnen in einem breiten Spektrum an Arbeiten, die ab 23. Juli im Galeriehaus am Ignaz Rieder Kai zu sehen sind):
Marina ABRAMOVIĆ, Carlos AIRES, ANOUK LAMM ANOUK, Heather BENNETT / Madeleine BERKHEMER, Carmen CAL VO, Gabriela von H ABSBURG, T racey MOFF A T , Aidan S AL AKHO V A, Barthélémy TOGUO, Iv TOSHAIN, Joana VASCONCELOS u.v.m.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das Liebeslied „My One And Only Love“ aus dem Jahre 1963, in dem John Coltrane & Johnny Hartman die folgenden Zeilen intonieren:
You fill my eager heart with such desire
Every kiss you give sets my soul on fire
I give myself in sweet surrender
My one and only love

Passion und Hingabe definieren die Liebe wie auch die Kunst und so werden die BesucherInnen der Ausstellung eingeladen, sich offenen Herzens den Arbeiten, die Liebe in ihren unterschiedlichen Formen vorstellen, zu nähern. Die alten GriechInnen bereits kannten acht Begriffe für die Liebe – von der romantischen Zuneigung (Eros) bis hin zur obsessiven Hingabe (Mania). Während in Anouk Lamm Anouks Werkserie „Lesbian Jazz“ das lesbische Liebesspiel im Mittelpunkt steht, kokettieren die von Häkeldeckchen umhüllten Göttinnen der „Ilha dos Amores“ von Joana Vasconcelos mit den voyeuristischen BetrachterInnen. Wie auch die Arbeiten von Madeleine Berkhemer, welche „L’Ecole des Caresses“ („Die Schule der Berührungen“), das fetischistische Kultbuch der 1920er Jahre, als Inspiration aber auch Anleitung für ihre Collagen, Zeichnungen und Installationen aus Netzstrumpfhosen betrachtete. In den Fotografien von Heather Bennett und Tracey Moffat schwingt die Erotik der Sehnsucht mit und in Iv Toshains Neon „Love is the only superstar“ wird der Liebe eine Superkraft zuerkannt, die man nur nachzuempfinden vermag, wenn man selbst schon einmal wahrhaftig geliebt hat.

Und was bleibt:
Die Liebe zur Kunst – die Kunst der Liebe.

At the Sculpture Garden & Gallery House (Ignaz-Rieder-Kai):
„My one and Only“ – curated by Stephan Stoyanov / with works by:
Marina ABRAMOVIĆ / Carlos AIRES / Tato AKHALKATSISHVILI / ANOUK LAMM ANOUK / Heather BENNETT / Madeleine BERKHEMER / Carmen CALVO / Brian DAILEY / Jan FABRE / Gabriela von HABSBURG / Ivana IVKOVIĆ / Tracey MOFFAT / Trine Lise NEDREAAS / Aidan SALAKHOVA / Kalin SERAPIONO V / Miryana TODORO V A / Barthélémy TOGUO / Iv TOSHAIN / Joana VASCONCELOS / Amir-Hossein ZANJANI a.m.

Curator’s statement:
This is not a regular exhibition.
This is a celebration of two incredible people who love one another but who also love Art. To make it even more challenging they love Contemporary Art!
This exhibition is a celebration of the most infatuating feeling inherent to us as humans: LOVE.
I feel so privileged to be the curator of the 50th anniversary of Mario Mauroner Gallery and since the moment Waltraud and Mario invited me to curate this exhibition my heart has been beating faster, my brain has been working on overdrive and my soul has been flying in the Universe! It is a huge responsibility but I feel I can do it because such people inspire me to be bold and humble at the same time.